Wann lohnen sich die EuroMillionen?

Wer hierzulande schnell Millionär werden möchte, füllt in der Regel einen Lottoschein aus – in der Hoffnung, dass genau seine angekreuzten Zahlen tatsächlich gezogen werden. Mit EuroMillions steht jedoch eine überaus attraktive Alternative zur Auswahl bereit, die derzeit in neun europäischen Ländern gespielt wird: Hier werden, anders als beim 6 aus 49 Lotto, Gewinne von bis zu 190 Millionen Euro ausgespielt. Doch wann lohnen sich die EuroMillionen eigentlich? Sollte man nur mitspielen, wenn der Jackpot gerade besonders groß ist? Oder lohnt sich eine Teilnahme eher bei einem kleineren Hauptgewinn? Der nachfolgende Ratgeber-Artikel liefert die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

EuroMillionen: Nur bei besonders großem Jackpot mitspielen?

Die EuroMillionen locken regelmäßig mit einem besonders prall gefüllten Jackpot: Bis zu 190 Millionen Euro (!) sind hier zu holen, sodass sich das Mitspielen natürlich mehr als lohnt. Doch Achtung: Je höher der Jackpot bei den EuroMillionen ansteigt, desto mehr Leute versuchen in der Regel auch, diesen zu knacken. Gerade bei einem sehr hohen Maximalgewinn, der bereits an der Grenze der maximal möglichen 190 Millionen Euro kratzt, stellen auch viele Menschen, die ansonsten keinen Lottoschein ausfüllen, ihr Glück gerne mal auf die Probe – schließlich ist die Vorstellung, ein Leben in Saus und Braus zu führen und seinen ungeliebten Job hinzuschmeißen, einfach zu verlockend.

Genau dies wirkt sich jedoch negativ auf die tatsächlichen Gewinnchancen eines solchen Jackpots aus: Trifft man tatsächlich die richtigen Zahlen, so ist die Chance, dass man seinen Gewinn nicht mit anderen Mitspielern aufteilen muss, überproportional gering – denn je mehr Menschen mitspielen, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass mehrere von ihnen richtig tippen. Wer seine Chancen auf einen Gewinn erhöhen möchte, sollte daher lieber zu einem anderen Zeitpunkt sein Glück probieren.

Darum lohnen sich die EuroMillionen auch bei kleinen Jackpots

Neben Lotto-Spielern, die jede Woche einen Tippschein ausfüllen, gibt es auch Menschen, die nur dann mitspielen, wenn es mal wieder einen besonders großen Jackpot abzustauben gibt. Wurde dieser dann geknackt, wird bei der kommenden Ziehung eine deutlich niedrigere Maximal-Gewinnsumme ausgeschüttet. Dies hat zur Folge, dass viele der sogenannten Gelegenheitsspieler der Ziehung fernbleiben und demzufolge keinen Schein ausfüllen. Dies steigert im Umkehrschluss die Gewinnchancen eines jeden Spielers, da auch die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass gleich mehrere Spieler die richtigen Zahlen ankreuzen. Speziell bei den EuroMillionen lohnt sich eine Teilnahme jedoch selbst bei einem kleineren Jackpot, denn der Minimal-Hauptgewinn liegt hier bei stolzen 17 Millionen Euro. Und seien wir doch mal ehrlich: Wer würde sich bei einem Gewinn in Höhe von 17 Millionen Euro schon darüber ärgern, dass es stattdessen nicht 190 Millionen Euro geworden sind? Richtig – niemand.

Darüber hinaus gibt es neben dem eigentlichen Hauptgewinn natürlich auch noch viele weitere, „kleinere“ Gewinne: Bereits bei 5 richtigen Zahlen darf man sich bei den EuroMillionen in der Regel auf eine hübsche Geldsumme im kleineren sechststelligen Bereich freuen, während es in der dritten Gewinnklasse oft ein fünfstelliger Betrag ist. Es kann sich also durchaus lohnen, die EuroMillionen gerade bei „kleineren“ Jackpots zu spielen.

Übrigens: Wird der Maximalbetrag von 190 Millionen Euro nicht ausgespielt, so gewinnt ihn ein Spieler in der niedrigeren Gewinnklasse. Es ist also durchaus möglich, den Jackpot auch mit nur fünf richtig angekreuzten Zahlen abzustauben.

Warum die EuroMillionen unabhängig von der Höhe des Jackpots eine gute Wahl sind

Auch unabhängig davon, wie hoch der aktuelle Jackpot ist, erweisen sich die EuroMillionen stets als hervorragende Wahl bei den internationalen Lotterien: So ist die Wahrscheinlichkeit auf einen Hauptgewinn beispielsweise deutlich größer, als bei der vergleichbaren Powerball-Lotterie aus den USA: Während die Wahrscheinlichkeit auf den Hauptgewinn hier bei 1 zu 292.201.338 liegt, können die EuroMillionen mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 116.531.800 den deutlich besseren Wert aufweisen.
Ein weiterer wichtiger Vorteil: Während man bei Powerball im Gewinnfall nur einen Teil des Gewinns als Sofortauszahlung erhält, wird der Gewinn bei den EuroMillionen vollständig in Form einer Komplettauszahlung an den glücklichen Gewinner überwiesen. Darüber hinaus sind sämtliche Gewinne bei den EuroMillionen auch steuerfrei. Ganz anders sieht dies hingegen bei Powerball und Mega Millions aus: Hier fallen stolze 30% (!) Steuern auf den Gewinn an, sodass man rund ein Drittel seines Gewinns an die zuständige Steuerbehörde abgeben muss. Das kann vor allem bei kleineren Gewinnen ein echtes Ärgernis sein, sodass sich die EuroMillions definitiv als sehr gute Alternative zu den genannten Lotterien erweisen.

Fazit:

Wer sein Glück bei den EuroMillionen versuchen möchte, sollte dies vor allem bei „kleineren“ Jackpots tun – insbesondere dann, wenn ein riesiger Millionengewinn soeben vergeben wurde und der Jackpot wieder bei der Mindestgewinnsumme von 17 Millionen angesetzt ist. Zwar sind 17 Millionen Euro deutlich weniger Geld, als der maximal mögliche Hauptgewinn von 190 Millionen, aufgrund der in der Regel deutlich niedrigeren Anzahl an Mitspielern steigt jedoch die Chance, diese auch tatsächlich zu gewinnen. Ohnehin lohnen sich die EuroMillionen deutlich eher als vergleichbare Lotterien aus den USA, da man hier sämtliche erzielten Gewinne vollständig ausgezahlt bekommt und zudem auch nicht versteuern muss.