So schützt die Bildschirmzeitbeschränkung auf Ihrem Mobiltelefon Ihr Geld

«Stoppt die Smartphone-Sucht – Begrenzen Sie Ihre Bildschirmzeit». Wir hören
diese Schlagwörter und Warnungen bereits zu oft in unserem Zeitalter der digitalen
Technologie, vor allem dann, wenn Smartphones buchstäblich in unseren Händen
kleben. Und da wir scheinbar nicht anders können, ist diese Art der
Zeitverschwendung wohl offensichtlich. Aber wussten Sie, dass übermäßige
Smartphone-Nutzung auch zu einer enormen Geldausgaben führen kann? Lassen Sie
uns diese Tatsache erklären, und wir decken auf, warum dies so ist und wie so
etwas eigentlich passieren kann.

Zeit ist Geld, das wissen wir alle nur zu gut, und deshalb werden wir uns heute mit
unterschiedlichen Fällen von Geldverschwendung auseinandersetzen, die auch uns
täglich widerfahren können.

Geldverschwendung – Fall 1: Lukrative Angebote in den Sozialen Medien

Lange Zeit waren die Soziale Medien ein relativ sicherer Platz für Ihre Geldbörse,
da diese anfänglich nur für unsere Unterhaltung gedacht waren. Das hat sich aber
schlagartig geändert, und heute, im Jahr 2018, haben Facebook, Instagram und
andere Netzwerke ein Bündel von Funktionen ihren Plattformen hinzugefügt, die
den unterschiedlichsten Unternehmen helfen, deren Dienste Online zu bewerben.

Jetzt führen diese Marken in diesen Soziale Medien Werbekampagnen durch, laden
„Influencer“ dazu ein, Bewertungen über ihre Produkte abzugeben, und starten
„Chatbots“, um sich an ihre potenziellen Kunden zu wenden. Wenn Sie harmlos
durch Ihren eigenen Feed scrollen, könnten Sie urplötzlich auf ein lukratives
Angebot stoßen, das scheinbar ganz zufällig genau auf Sie ausgerichtet ist und auf
Ihre Interessen abzielt.

Nachdem Sie dieses Angebot entdeckt haben, werden Sie sich schwer tun, dem
angebotenen Produkt zu widerstehen und dieses nicht zu erstehen. Aber trösten Sie
sich: Sie sind kein Einzelfall: Laut der „Brandongaille.com Webseiten-Statistik“,
entscheiden sich über 90% der Menschen gelegentlich für Impulskäufe. Aber diese
Zahl wird mit der steigenden Anzahl an Mobiltelefonen noch viel größer werden und
es wird viel einfacher werden, Geld auszugeben: Sie müssen die einzelnen
Geschäfte nicht mehr selbst aufsuchen oder Geld von Ihrem Bankkonto abheben.
Alles, was Sie brauchen, ist das „Lead-Formular“ auf der Webseite auszufüllen und
mit Ihrer Kreditkarte oder Ihrem E-Wallet zu bezahlen. Alles lediglich eine Frage
von wenigen Minuten.

Fazit: Je mehr Zeit Sie auf sozialen Plattformen verbringen, desto mehr Einfluss
haben die verschiedenen Firmen und Marken auf Sie. Mit dem Endergebnis, dass Sie
Gelder für Dinge ausgeben und verschwenden, die Sie eigentlich gar nicht
brauchen.

Geldverschwendung -Fall Nummer 2: „Freemium“-Apps und Abonnements

Es ist ziemlich schwer, Unmengen von Geld für den Kauf von Apps auszugeben, denn
die meisten Entwickler haben sich weniger unkomplizierte Monetarisierungsmodelle
zu Eigen gemacht. Zu den beliebtesten Optionen gehören die „Freemium“-Apps
oder die Abonnements.

„Freemium-Apps“ können kostenlos heruntergeladen werden, aber wenn Sie diese
App verwenden, so werden Sie umgehend gefragt, ob Sie eine Gebühr dafür
bezahlen wollen umso Zugriff auf die kompletten und umfassenden Funktionen
dieser Anwendung zu erhalten. Zahlen Sie nicht, können Sie nur einige wenige
grundlegende Funktionen dieser App verwenden.

Abonnements sind aber noch um einiges schlimmer, weil sie langlebig sind. Sie
können beispielsweise ein Adobe Creative Cloud-Abonnement für 1 Jahr erwerben,
aber „Adobe Lightroom“ oder ähnliche Angebote können nach drei Monaten gar
nicht mehr verwenden werden. Manchmal vergessen die Kunden auch einfach auf
ihre Abonnements, und sind dann verwundert, wenn sich das Abo um ein weiteres
Jahr verlängert hat und automatisch die jährliche Gebühr von Ihrer Kreditkarte
abbucht wurde.

Und wenn Sie rund um die Uhr auf den Bildschirm Ihres mobilen Smartphones
schauen, riskieren Sie, dass Sie mehr Apps im Apple Store oder Google Play
herunterladen, die auf einem „Freemium“- oder Abonnement-Modell basieren. Und
je mehr Sie diese dann verwenden, umso mehr gewöhnen Sie sich an diese und
werden zu einem potenziellen Nettozahler dieser Apps.

Geldverschwendung – Fall 3: Spiele mit „In-App“-Käufen und Glücksspiele

Spiele mit „In-App“-Käufen ähneln „Freemium“-Apps: Sie sind zuerst einmal immer
kostenlos verfügbar. Auf der einen Seite bieten die Apps in der Regel einige
nützliche Funktionen in ihren kostenpflichtigen Premium-Versionen, während auf
der anderen Seite sich die Spiele mehr auf den Verkauf wertvoller „In-Game“-
Artikel konzentrieren.

Auf den ersten Blick scheint alles problemlos. Sie können kostenlose Artikel
verwenden und sonst einfach nichts kaufen.

Aber hier sind die Systeme trickreich. Wenn Ihnen nun ein Spiel gefällt, dann
kommen Sie früher oder später zu einem Punkt, an dem Sie sich entscheiden
werden doch ein paar „In-Game“-Käufe zu tätigen, um unbegrenzten Spielspaß zu
haben. Nachdem Ihre Käufe abgelaufen sind, kommt die Erkenntnis, dass der
Spielprozess ohne weitere Artikel, die Sie auch beim letzten Mal gekauft haben,
nicht mehr so aufregend ist. Und dann wiederholen Sie den Kauf immer wieder und
wieder.

Dieser Vorgang kann natürlich nicht nur bei Spielen angewendet werden. Zum
Beispiel bietet das Messenger System „Viber“ zusätzliche Sticker-Packs für € 1,99
pro Stück. Wenn Sie dieses Kommunikationsmittel selten verwenden, werden Sie
diese Zusatzpakete wahrscheinlich nicht kaufen. Sie finden mit dem
herkömmlichen Angebot Ihr Auslangen und sind glücklich mit den kostenlosen
Aufklebern, die Sie bereits gratis bekommen haben. Aber wenn Sie irgendwie
diesem Messenger „verfallen“ sind, dann kann es leicht passieren, dass Sie dafür
bezahlen werden, um Ihre Chat-Erfahrung von anderen Benutzern zu
diversifizieren.

Obwohl Spiele mit „In-App“-Käufen Ihr schwer verdientes Geld aus der Tasche
ziehen können, gibt es online Gefahren, die noch um einiges bedrohlicher für Ihre
Geldbörse und gar für Ihr gesamtes Vermögen sind. Wir sprechen hier über Mobile-freundliche Casinos. Diese Casinos bieten Glückspiel um echtes Geld an, und sind
so einfach zugänglich wie ganz normale Handyspiele, denn alles, was Sie hierfür
benötigen, ist Ihr Smartphone. Auf diese Art und Weise wird die Registrierung in
einem Online-Casino ganz einfach. Dann laden Sie einfach die betreffende App
herunter, registrieren sich auf der mobilen Website um anschließend noch Ihre
erste Einzahlung per Kreditkarte mit Ihrem Smartphones tätigen.

Es ist so einfach, über das Handy zu spielen. Aus diesem Grund vergessen viele
Leute die Gefahren, die dahinter lauern. Für sie besteht kein Unterschied zwischen
dem Glücksspiel und anderen impulsiven „In-App“-Käufen. Aber eigentlich kommt
Ihnen das Spielen in Mobilen Casinos viel teurer, denn Spielen kann süchtig machen.
Die Anzahl der „Freemium“-Abos oder „In-App“-Käufe in anderen Spielen ist
normalerweise begrenzt, während das Spielen in Mobilen Casinos unbegrenzte
Ausgaben nach sich ziehen kann.

Smart Apps zur Begrenzung Ihrer Bildschirmzeit

Wenn Sie die Nutzungsdauer Ihrer Apps, Messenger oder Browser zeitlich
begrenzen, dann können Sie verhindern, dass Sie Ihr Geld für unnötige Dinge und
selbstzerstörerische Aktivitäten wie Glücksspiele ausgeben.

Aber wie macht man das? Wenn Sie Ihre Bildschirmzeit begrenzen möchten, dann
können Sie intelligente Anwendungen wie „Screen Time“, „Family Time“ und
„TimeLock“ verwenden. Ursprünglich wurden diese Programme für jene Eltern
konzipiert, die die Onlinezeit ihrer Kinder kontrollieren und beschränken wollten.
Aber Sie können diese auch für Ihr eigenes persönliches Zeitmanagement
verwenden.

Wie funktionieren diese Kontrollfunktionen? Bei jeder dieser Apps können Sie ein
tägliches Zeitlimit für Ihre Online Aktivität festlegen. Wenn Ihnen beispielsweise
die drei Stunden pro Tag, die Sie mit Spielen am Handy oder Tablet verbringen, zu
viel sind, dann können Sie Ihre Spielzeit zum Beispiel auf eine Stunde pro Tag
einschränken. Und wenn Sie dann nur eine Stunde pro Tag spielen, brauchen Sie
keine „Energiebooster“ mehr kaufen, die Sie für lange Spielsitzungen wach halten
würden.

Fazit: Die zeitliche Beschränkung der Smartphonebenutzung kann Sie wirklich vor
einigen ungeplanten und unnötigen Einkäufen schützen. Aber was im Grunde noch
wichtiger ist, es hilft Ihnen, Ihre Aufmerksamkeit auf wirklich nützlichere Dinge wie
Gesundheit, zwischenmenschliche Beziehungen oder persönliche Weiterentwicklung
zu richten. Es gibt natürlich auch viele Dinge außerhalb der virtuellen Welten, die
Sie zu ungehemmten Geldausgaben verleiten können, die manchmal noch viel
größer sein können als jene auf den mobilen Geräten. Aber dieser Sachverhalt
verdient dann doch einen eigenen Artikel.