Wie unterscheidet sich das Glücksspielrecht innerhalb Europas?

Das Glücksspiel ist in jedem Land anders geregelt. Vom liberalen Umgang bis hin zur strengen Reglementierung oder sogar dem vollständigen Verbot ist alles vertreten. Auch in der EU und der Schweiz gibt es Vertreter aller Regelungen, außerdem gibt es verschiedene Versteuerungsmodelle der Glücksspielgewinne, um die es sich zu wissen lohnt. Außerdem ist es als Arbeitnehmer interessant zu wissen, wie das eigene Ansehen in den Casinos sich unterscheidet. Denn während in manchen Ländern das Glücksspiel nach wie vor einen hohen Stellenwert hat, genießt es in anderen Ländern kein besonders großes Ansehen mehr – dabei
kommt das Glücksspiel grundsätzlich aus den „gehobenen Kreisen“.

Innerhalb der EU, aber auch in der Schweiz und anderen EU-nahen Staaten gibt es erhebliche Unterschiede im Umgang mit dem Glücksspiel.

Das Spiel mit dem Glück hat nämlich schon immer eine gewisse Faszination auf den Menschen ausgewirkt. Bereits in der Antike haben die Germanen mit voller Ernsthaftigkeit um Geld gewürfelt und damit auf die Römer einen seltsamen Eindruck gemacht. Ab dem Mittelalter wurde dann in „Geschicklichkeitsspiele“ und gemischte Spiele unterschieden, um die Spiele um Geld von den reinen Spielen zur Unterhaltung abzugrenzen – den Fürsten war es hier und da ein Dorn im Auge. Feste, Messen und Jahrmärkte waren Austragungsort, bis schließlich durch die Beschränkung der Konzessionen allmählich Spielhäuser etabliert wurden, die die von der Straße verdrängten Spieler aufnahmen. Nach und nach wurde dann der Unterschicht der Zutritt verwehrt, um sie vor sich selbst zu schützen: Sie sollten den mühsam verdienten Lohn nicht direkt wieder verlieren und in noch tiefere Armut abrutschen – so deutete sich bereits an, was auch heute noch Ziel der Glücksspiel-Reglementierung ist: Der Schutz des Menschen vor sich selbst, der Schutz vor der Spielsucht.

Diese Auffassung ist auch heute noch das Ziel der Reglementierung, außerdem möchte sich der Staat, so wie die Fürsten seinerzeit, die Gewinne zu Nutze machen – durch Steuern und Konzessionen, die Einnahmen bringen. Ein Überblick über die verschiedenen Regelungen innerhalb Europas.

Variierende Gesetze in Europa

Europa mit seinen verschiedenen Staaten, Staats- und Herrschaftsformen zeigt im Ländervergleich einen jeweils anderen Umgang mit dem Glücksspiel. „Zum Wohl des Volkes“ wird dabei jeweils auf unterschiedliche Art das Spiel reglementiert und eingeschränkt. Dabei haben die letzten Jahre neue Entwicklungen gebracht. Die Verbreitung des Internets hat nämlich auch dem Glücksspiel einen neuen Boden beschert, die Verbreitung von Online-Casinos und das schwer einzuschränkende Internet stellte dabei eine neue Herausforderung dar. So wurde in den letzten fünf Jahren gesetzlich nachgebessert – das jedoch in unterschiedliche Richtungen, wie der Ländervergleich zeigt.

Schweiz

In der Schweiz darf das Glücksspiel in konzessionierten Spielbanken ausgeführt werden. Das sind derzeit 21 Stück, die jährlich einen beachtlichen Gewinn einspielen – davon profitiert der Staat, denn die konzessionierten Spielbanken sind schließlich steuerpflichtig. Ein Dorn im Auge der Gesetzgeber ist allerdings das Online-Spiel. Noch ist es in der Schweiz verboten, da das Internet aber nur schwer zu reglementieren ist, wurde bisher kein wirksamer Weg gefunden, Spieler davon abzubringen, auf Online-Datenbanken mit Sitz im europäischen Ausland zu spielen. Diese bieten oft einen speziellen Einzahl-Service in Franken für die Schweizer Kunden an, so dass es natürlich einladend ist und die Angebote durchaus genutzt werden. Statt sich hier weiter in nicht durchsetzbare Verbote zu verstricken, hat der Bundesrat 2015 schließlich beschlossen, die Konzessionen der Spielbanken auch auf den Online-Sektor auszuweiten, damit der online generierte Umsatz wenigstens im Land bleibt. Im Gegenzug werden die Zugänge zu ausländischen Anbietern gesperrt. Bisher ist das Gesetz noch nicht verabschiedet, ist jedoch in den nächsten Jahren zu erwarten.

Im gleichen Zuge soll dann auch die Besteuerung der Glücksspielgewinne angepasst werden. Bisher waren Casino-Gewinne in der Schweiz steuerfrei, während Gewinne aus Sportwetten und Lotterien versteuert werden mussten. Mit der neuen Regelung sollen dann alle Gewinne steuerfrei sein. An den Faktor Spielsucht wurde jedoch auch gedacht. So sollen die Anbieter künftig feststellen, wie gefährdet einzelne Personen sind und bei Bedarf Einschränkungen oder sogar die vollkommene Sperrung der betreffenden Spieler vornehmen können. Wie genau eine solche Einschätzung funktionieren kann ist noch nicht festgelegt, das Modell wird jedoch sicherlich mit großer Spannung erwartet. Wenn es funktioniert, könnte in anderen europäischen
Ländern etwas ähnliches etabliert werden.

Der Europäische Gerichtshof befindet das österreichische und das deutsche Glücksspielmonopol als europarechtswidrig. In den nächsten Jahren wird also eine Liberalisierung folgen müssen

Österreich

In Österreich herrscht wie auch in Deutschland das Glücksspielmonopol. Heißt: Das Recht, Glücksspiel durchzuführen liegt einzig beim Staat. Dieser gibt Lizenzen bzw. Konzessionen aus. Diese sind an strenge Auflagen, die Zahlung von Abgaben und eine Jahresbeschränkung gebunden. Aktuell gibt es in Österreich zwei Konzessionsinhaber, die dafür zahlreiche Auflagen erfüllen müssen. Dafür hat ein Betreiber davon auch die Erlaubnis, Online-Spiele anzubieten. Seit Anfang 2015 ist das Spielen an Automaten grundsätzlich verboten, weshalb viele Spieler nach Süddeutschland über die Grenze fahren, um dort die Automaten zu nutzen.

Der Europäische Gerichtshof befand 2010, dass das Glücksspielmonopol unionsrechtswidrig ist, bisher wurden in diesem Punkt jedoch noch keine Neuerungen vorgenommen, auch wenn auf lange Sicht wohl eine Liberalisierung folgen muss.

Deutschland

Auch in Deutschland liegt das Glücksspielmonopol noch beim Staat. Das ist durch den Glücksspielstaatsvertrag geregelt, der am 01.07.2012 in Kraft trat. Seine Ziele sind laut §1 gleichrangig:

    • das Entstehen von Glücksspielsucht und Wettsucht zu verhindern und die Voraussetzungen für eine wirksame Suchtbekämpfung zu schaffen,
    • durch ein begrenztes, eine geeignete Alternative zum nicht erlaubten Glücksspiel darstellendes Glücksspielangebot den natürlichen Spieltrieb der Bevölkerung in geordnete und überwachte Bahnen zu lenken sowie der Entwicklung und Ausbreitung von unerlaubten Glücksspielen in Schwarzmärkten entgegenzuwirken,
    • den Jugend- und den Spielerschutz zu gewährleisten,
    • sicherzustellen, dass Glücksspiele ordnungsgemäß durchgeführt, die Spieler vor betrügerischen Machenschaften geschützt, die mit Glücksspielen verbundene Folge- und Begleitkriminalität abgewehrt werden und
    • Gefahren für die Integrität des sportlichen Wettbewerbs beim Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten vorzubeugen.

Um diese Ziele zu erreichen, sind differenzierte Maßnahmen für die einzelnen Glücksspielformen vorgesehen, um deren spezifischen Sucht-, Betrugs-, Manipulations- und Kriminalitätsgefährdungspotentialen Rechnung zu tragen.Online-Spiele sind verboten, außerdem liegen Lotterien in allein staatlicher Hand. Eine geänderte Fassung des Vertrages gibt überdies dem Land Schleswig Holstein eine Sonderstellung. Dieses erlaubt als einziges Land Online-Casino-Spiele und private Sportwetten. Anbieter können auf fünf Jahre begrenzte Konzessionen gegen Abgaben erwerben. Dieser Alleingang des Bundeslandes Schleswig Holstein — vom Rest der Länder harsch kritisiert – wurde vom EuGH begrüßt, im Gegensatz zum sonstigen Glücksspielmonopol in Deutschland. Auf Dauer müsse dieses also gelockert werden, ähnlich wie die Monopol-Stellung des Lotterie-Monopolisten Lotto. Der Sportwetten Sektor hat sich immerhin bereits zu einem großen Teil aus der strengen Reglementierung gelöst, auch wenn auch hier die Vergabe der Lizenzen anders gestaltet werden muss, wie der EuGH findet.

Italien

Italien legalisierte und reglementierte als erster Staat auf dem europäischen Festland das Glücksspiel im Jahr 2009. Poker-Turniere, Geschicklichkeitsspiele und Sportwetten waren ab diesem Zeitpunkt legal, hinzu kamen später dann Automatenspiele. Die Legalisierung erfolgte in erster Linie zur Eindämmung der Mafia, die vor allem im Verborgenen agierte und Glücksspiel organisierte. Das führte in erster Linie zu einer ungeheuren Aufstellquote von Slot-Maschinen, was zu harscher Kritik dieser Entscheidung führte, da diese manipuliert werden können und möglicherweise zu noch größeren illegalen Machenschaften führten als zuvor, wie der Business Insider berichtete. Online-Glücksspiele sind in Italien ebenfalls erlaubt. Das führt dazu, dass viele Online-Anbieter mit italienischer Lizenz agieren.

Großbritannien

Großbritannien begann noch vor Italien mit der Legalisierung und Reglementierung des Glücksspielmarkts. Wetten hat dort schon immer einen besonders hohen Stellenwert, weswegen hier Besonderheiten gelten – Wetten können grundsätzlich auf alles abgeschlossen werden, was besonders dann in den Medien wieder interessant wird, wenn es um den Namen des nächsten Thronfolgers oder die Farbe der Kleidung der Queen zum nächsten großen Anlass geht.

Online Glücksspiel wurde im Zuge der Reglementierung grundsätzlich legalisiert, zeitgleich wurde mit dem Gambling Act eine Kommission eigesetzt, die die Machenschaften der Betreiber überwachen soll. Grundlage für das legale Anbieten Glücksspiel ist das Innehaben einer Lizenz. Diese werden von der Kommission vergeben, die im Gegenzug 15 Prozent der Einnahmen erhält. Auch die ausländischen Anbieter sind von dieser Steuer betroffen – das wurde 2014 beschlossen und durchgesetzt, um in- und ausländische Anbieter in gleichem Maße zu belasten und einer „Steuerflucht“ der Unternehmen vorzubeugen.

Monte-Carlo ist berühmt für sein Casino – der lockere Umgang mit dem Glücksspiel in dem Fürstentum steht dem französischen Umgang konträr entgegen. Ihm jedoch kommt diese Regelung zu Gute.

Frankreich

In 2010 zog auch Frankreich nach und ging die Regulierung des Glücksspielmarktes an. Auch hier entscheiden die Gesetzgeber für die Lizenzierung, so dass Betreiber von Casinos sich mit der Aufsichtsbehörde in Verbindung setzen müssen, um ihr Geschäft legal betreiben zu dürfen. Poker, Pferderennen und Sportwetten dürfen dann legal betrieben werden. Verboten sind hingegen Online-Casinos, da sie nach Einschätzung der Regierung ein hohes Suchtpotenzial bieten. Auch hier gibt es Versuche die ausländischen Seiten der Online-Spielanbieter zu sperren, um eine höhere Suchtprävention gewährleisten zu können.

Im Gegensatz dazu steht das Fürstentum Monaco, was von dem Verbot der vielen europäischen Länder durchaus profitiert. Als Ort der Reichen und Schönen bietet es viele Möglichkeiten dem Glücksspiel nachzugehen, auch Online- und Automatenspiele sind dort legal, wenn der Anteil an Steuereinnahmen aus dem Glücksspiel auch radikal zurückgegangen ist. Während dieser nach dem Zweiten Weltkrieg noch bei 70 Prozent lag, sind es heute nur noch fünf Prozent, die diese vom Fiskus ausmachen. Die Mehrwertsteuer ist stattdessen das einträglichste Mittel geworden.

Schweden

In Schweden gab es in den letzten Jahren immer wieder Diskussionen was die Reglementierung des Glücksspiels betrifft. Das Monopol des schwedischen Glückspiels liegt derzeit bei Svenska Spel, einem staatlichen Unternehmen, das die einzige Lizenz innehat. Ebenso wie das Deutsche und Österreichische Glücksspielmonopol war auch das Schwedische schon vor Gericht diskutiert worden. Der Europäische Gerichtshof kam zu dem Ergebnis, dass das Monopol zwar in Ordnung sei, problematisch sei jedoch die Regelung dass illegale Anbieter aus anderen Ländern härtere Strafen verbüßen müssten als inländische Anbieter, die illegales Glücksspiel boten.

Im Herbst 2018 soll eine neue Regelung getroffen werden, die die Aufsichtsbehörde, den Monopolisten Svenska Spel und die Lotterieinspektion auflöst und schließlich den Markt für internationale aber auch neue schwedische Betreiber öffnet. Diese soll dann dem europäischen Recht entsprechen.

Es wird deutlich, dass der europäische Glücksspielmarkt teilweise noch sehr strengen Regelungen unterliegt. Dabei gehen die verschiedenen Länder das vermeintliche Problem „Online-Casinos“ jeweils anders an. Auf Dauer ist hier jedoch ein Trend der Liberalisierung zu erkennen, wie die Schweiz bereits zeigt.

Es wird deutlich dass der Spieleranteil in Deutschland in den letzten Jahren gesunken ist. Vor allem die Zahl der Spieler, die ab und an in das Casino gehen hat deutlich abgenommen. Die Zahl der Spieler, die mehrmals wöchentlich spielen, hat sich halbiert seit 2007. Quelle: http://www.bzga.de/pdf.php?id=7f6f856fc846fc2196919a3d197fcae9

Steuerliche Regelungen

Ebenso wie sich die Legalität der einzelnen Glücksspielformen deutlich unterscheidet, ist auch die steuerliche Frage jeweils eine andere. Denn es kann ärgerlich sein, wenn ein Spielgewinn – eigentlich etwas Schönes – durch die Steuererklärung am Ende des Jahres deutlich geschmälert wird. In Deutschland beispielsweise, sind die Gewinne grundsätzlich steuerfrei – zumindest Casino und Lotterie-Gewinne. Sie können keiner der Einkommensklassen zugeordnet werden, weswegen sie auch nicht auf der Steuererklärung auftauchen müssen. Etwas anderes ist es, wenn sie auf einem Zinsbringenden Konto angelegt werden. Dann müssen die Gewinne wie auch sonstiges Kapital versteuert werden.

In der Schweiz ist es, wie bereits anklang, noch so geregelt, dass Casino Gewinne immer steuerfrei sind, während Lotterie und Sportwetten Gewinne versteuert werden müssen. Überdies gehören auch Gewinne, die mit dem Beruf zu tun haben, zu den Einnahmen die deshalb versteuert werden müssen – auch in Deutschland. Die österreichische Regelung ähnelt der Deutschen, so dass Lotteriegewinne und Casino-Gewinne nicht steuerpflichtig sind. Was hingegen unter „Einkommen“ zählt sind beispielsweise künstlerische Wettbewerbe. Diese Preise können mit dem Beruf in Verbindung gebracht werden und sind somit Einkommenssteuerpflichtig. Ausgenommen von der Regelung  sind Automatengewinne. Da diese aber ohnehin verboten sind, ist auch hier kein Gewinn zu erwarten. Auch für die anderen genannten Länder ist keine Besteuerung auf einen Lotteriegewinn beziehungsweise die Gewinne aus Casino-Spielen zu erwarten.

Ein Spieler darf übrigens immer im Ausland spielen – dagegen gibt es kein Gesetz. Die Besteuerung des Gewinns jedoch hängt vom ausgebenden Land ab und die Besteuerung liegt nicht weltweit so niedrig wie in Europa. In Macau beispielsweise sind Steuern von 40% auf die Gewinne fällig. Dabei ist das eigene Land nicht an der Gesetzgebung beteiligt: Wenn also ein Deutscher in der Schweiz die Lotterie gewinnt, muss er diese auch versteuern. Spieler sollten sich entsprechend vorher informieren, um sicherzugehen, dass sie ihren Gewinn auch behalten dürfen. Das gilt ganz besondere bei möglicherweise illegalem Glücksspiel. Wenn die Gewinne auf diese Weise unrechtmäßig eingestrichen wurden, können sie sogar beschlagnahmt werden.

Arbeitnehmer in Casinos und ihre Rechte

Casinos gibt es weltweit, die Arbeitszeiten verlagern sich eher in die Abendstunden und auch die Arbeitsumgebung ist eine attraktive – umgeben von schicken Gästen in herrschaftlichen Casinos: Das hat den ein oder anderen schon auf die Idee gebracht, Croupier zu werden. Wie jedoch sieht es aus für Arbeitnehmer im Casino? Zunächst einmal ist das natürlich von Land zu Land verschieden. In Deutschland jedoch ist es so, dass ein Arbeitnehmer im Casino der Wahl die eigene Ausbildung erhält. In einer Schulung von mehreren Monaten lernen die angehenden Mitarbeiter dann die Regeln, die Fingerfertigkeiten, die sprachlichen Grundlagen und all das Wissen, was ein Croupier braucht. Dazu gehört auch die Netiquette. Die Auszubildenden werden zumeist über einen Aufnahmetest ausgewählt. Voraussetzung dafür sind ein einwandfreies Führungszeugnis und Schuldenfreiheit, ebenso wie Volljährigkeit.

Das Problem besteht heute oftmals darin, dass die Online-Casinos – wenn sie auch in vielen Ländern verboten sind – den tatsächlichen Spielhallen die Gäste rarmachen. Das heißt, dass die Jobs nicht mehr allzu weit gesät sind und auf Dauer vermutlich auch nicht zahlreicher werden. Das steht jedoch im Kontrast zu anderen Ländern, wo das Glücksspiel geradezu floriert. Als berühmteste Spielstätte ist Las Vegas wohl der Traumarbeitsort eines jeden Croupiers, aber auch die Schweiz mit dem weitestgehend legalisierten Glücksspiel bietet gute Aussichten und attraktive Arbeitsplätze für Casino-Mitarbeiter. Auch das Fürstentum Monaco bietet gute Chancen und vor allem hohes Ansehen.

Der Traum eines jeden Spielers, aber auch eines jeden Croupiers: Las Vegas. Hier hat das Glücksspiel einen hohen Stellenwert, weswegen auch das Arbeiten hier attraktiv ist. Croupiers genießen hohes Ansehen.

Voraussetzung für die Arbeit in einem anderen Land ist immer, dass die Sprachkenntnisse stimmen. Dann ist es für Casino-Mitarbeiter immer gut, sich einen Arbeitsplatz zu suchen, der vor allem wohlhabendes Klientel anlockt. Denn das Gehalt wird immer auch aus den Trinkgeldern bezahlt, die eingenommen werden. Ist ein Croupier also in einem Casino tätig, in dem nur wenig Geld über den Tisch geht, wird der Bonus schmäler ausfallen. Bei Betrieben mit mehr Einnahmen hingegen oder höheren Gewinnen – die entsprechend abhängig von den Einsätzen sind – ist das Gehalt höher einzuschätzen. In dieser Hinsicht, aber auch in anderen Punkten, ist die Arbeit am Spieltisch durchaus mit dem eines Kellners zu vergleichen, der ebenfalls stark vom Klientel der Gastronomie abhängig ist, wenn es um sein Gehalt geht.

Fazit: Wo spielen und wo lieber nicht?

Die europäische Glücksspiellandschaft hat viel Diversität zu bieten. Nicht nur im Hinblick auf die Legalität, auch die Besteuerung, das Ansehen und die Tradition des Glücksspiels ist jeweils eine andere. Außerdem ist deutlich geworden, wie unterschiedlich die jeweiligen Länder mit der Reglementierung des Spiels umgehen. Während die einen klar auf dem Weg zur Liberalisierung sind, halten andere nach wie vor an den starren Modellen des Glücksspielmonopols fest – vorrangig natürlich, um die Spieler vor der Sucht zu schützen. Durch die Globalisierung und vor allem das Internet ist jedoch nicht mehr allzu viel mit Verboten zu regeln – viel mehr setzen sich ausländische Betreiber von Online-Casinos dauerhaft auf dem Markt fest, die die Gesetzgeber dazu zwingen entweder strengere Regeln einzuführen und einen Weg finden, diese Seiten dauerhaft und wirkungsvoll zu sperren oder es wie die Schweizer zu machen und auch das Internet für das Glücksspiel freizugeben. Auf Dauer ist wohl letztere Entwicklung zu erwarten, schließlich finden sonst immer wieder neue Betreiber den Weg auf einen Markt, der ohnehin nur schwierig zu kontrollieren ist – schließlich handelt es sich um einen sehr finanzstarken Sektor.

Die europaweite Legalisierung und Reglementierung weist dem Glücksspielmarkt einen Weg in die Zukunft. Auf Dauer werden wohl alle Staaten nach und nach nachziehen, wie es auch in den letzten Jahren zu erkennen war. Für Arbeitnehmer hingegen bieten Casinos weltweit noch einen breiten Markt, der auch deutlich über den europäischen hinausgeht.

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